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Hintergrund zur Einfachen Sprache

Etwa 20 Millionen Menschen im Erwachsenenalter können in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben. Sie erreichen nicht das Niveau eines Kindes, das die 4. Klasse abgeschlossen hat! Dies ergab die Studie leo. - Level One der Universität Hamburg, die 2011 veröffentlicht wurde. Anders gesagt können knapp 40 Prozent der deutschen Bevölkerung schwierigere Texte nicht lesen und verstehen. Sehr viele Texte auf Internetseiten, bei Behörden, in Formularen oder Zeitungen sind aber in schwerer Sprache verfasst. Damit diese Menschen nicht beruflich, politisch und gesellschaftlich abgehängt werden, brauchen sie Texte und Informationen in Einfacher Sprache. Doch nicht nur geschriebene Texte sollten in einer für jedermann verständlichen Sprache verfasst sein. Auch in Behörden, Beratungsstellen oder beim Arzt brauchen Menschen mit einem niedrigen Lese- und Schreibniveau Einfache Sprache.

Einfache Sprache bringt viele Vorteile:

 

Etwa 20 Millionen Deutsche erreichen beim Lesen und Schreiben nicht das Niveau eines Kindes, das die 4. Klasse abgeschlossen hat.

 

Unterschied zwischen Einfacher und Leichter Sprache

Einfache und Leichte Sprache unterscheiden sich deutlich voneinander. Auch die Zielgruppen der Einfachen und Leichten Sprache sind unterschiedliche. Leichte Sprache ist in den 1970er Jahren aus der Behindertenselbsthilfe entstanden. Für Menschen mit geistiger Behinderung gab es bis dahin keine Informationen in einer für sie verständlichen Sprache. So entstand die Leichte Sprache, die feste Regeln aufweist. Später kam die Idee auch nach Deutschland. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Informationsangebote auch in Leichter Sprache. Die Einfache Sprache ist schwerer als Leichte Sprache und hat weniger strikte Regeln. Sehen Sie sich den Unterschied im folgenden Beispiel an:

Einfache Sprache

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Sozialhilfe-Leistung nach dem 12. Sozialgesetzbuch (SGB XII). Sie ist eine Geldzahlung für Menschen, die kein Vermögen oder Einkommen haben. Diese Geldzahlung nennt man auch Grundsicherung oder Sozialhilfe. Bekommt ein Mensch Grundsicherung, soll er damit die wichtigsten Dinge zum Leben bezahlen können. Zum Beispiel Essen, Miete, Heizkosten, Kleidung und ähnliches. Es gibt zwei Voraussetzungen, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu erhalten: Entweder wenn jemand wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr arbeiten kann. Oder wenn jemand das Rentenalter erreicht hat.

Leichte Sprache

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist Geld zum Leben. Mit dem Geld bezahlt man: • Essen • Kleidung • Miete • Busfahrkarten

Wer kann Grundsicherung bekommen? • Menschen mit wenig Geld. • Menschen mit Behinderung, wenn sie nicht arbeiten können. • Menschen, die Rente bekommen.

Leichte Sprache hat sehr kurze Sätze, eine größere Schrift und kleine Bilder. Die Bilder dienen dazu, das Geschriebene noch besser zu verdeutlichen. Außerdem sollten die Texte von Menschen mit geistiger Behinderung auf Verständlichkeit geprüft werden. Einfache Sprache ist als solche nicht sofort erkennbar.

 

95 Prozent der Deutschen können einfache Sprache lesen und verstehen.

 

Einfache Sprache Übersetzungen

Einfache Sprache Bonn bietet Übersetzungen in Einfache Sprache an. Je nach Zielgruppe und Zielrichtung des Textes werden die Texte nach Wunsch und in Absprache übersetzt. Sehen Sie sich zwei Beispiele von Übersetzungen an. Die kompletten Texte in Alltagssprache und Einfacher Sprache können Sie sich auf der Internetseite der Aktion Mensch ansehen.

Übersetzungsbeispiele

Alltagssprache

Beispiel 1: Städte im Aufbruch

Die Städte stehen weltweit vor großen Herausforderungen – allein deshalb, weil sie sehr stark wachsen. „Die Menschheit zieht um“, so beschreibt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen die gegenwärtige Situation. Starben die meisten Menschen im 19. Jahrhundert noch im selben Ort, in dem sie geboren wurden, so wechseln sie heute – oft mehrmals im Leben – den Wohnort. Angetrieben vom Streben nach Glück, aus wirtschaftlichen Gründen oder auf der Flucht vor Gewalt, Not und Chancenlosigkeit verlassen immer mehr Menschen rund um den Globus ihre Heimatorte. Vor allem zieht es sie in die Städte. Schon jetzt lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, 2050 könnten es nach Schätzungen der Vereinten Nationen zwei Drittel der Menschheit sein. Damit steigt auch der Anteil der Städtebewohner mit Behinderung.

Einfache Sprache

Beispiel 1: Städte im Aufbruch

Auf der ganzen Welt verändern sich Städte sehr stark. Der Grund: Viele Menschen ziehen vom Land in die Städte. Heute ziehen viel mehr Menschen um, als früher. Manche ziehen um, weil sie einen Job an einem anderen Ort gefunden haben. Oder sie möchten näher beim Partner leben. Andere flüchten aus ihrer Heimat, weil dort Krieg oder Gewalt herrscht. Viele dieser Menschen ziehen vor allem in die Städte. Schon jetzt lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. 2050 könnten es nach Schätzungen der Vereinten Nationen schon Zweidrittel der Menschheit sein. Damit steigt auch der Anteil der Städtebewohner mit Behinderung.

Alltagssprache

Beispiel 2: Stadtluft macht frei

Lea Rudolph, Köln: Seit drei Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich bei Foodsharing. Wir sind eine Initiative, die etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun möchte. Als Foodsaver holen wir deshalb abgelaufene, nicht mehr ganz frische oder unschöne Nahrungsmittel, die sonst weggeworfen würden, bei verschiedenen Betrieben ab und verteilen sie weiter. Zu unseren Partnern gehören Bäckereien, Supermärkte und Cafés. Damit die Rettung der Lebensmittel für alle geregelt abläuft, organisiert sich Foodsharing online auf einer Plattform.

Einfache Sprache

Beispiel 2: Stadtluft macht frei

Lea Rudolph lebt in Köln und verteilt in ihrer Freizeit Essen, wie zum Beispiel Brot, Gemüse oder Reis. Viele andere Menschen in ganz Deutschland machen das auch. Der Verein Foodsharing e.V. organisiert diese ehrenamtliche Arbeit. Foodsharing ist Englisch und bedeutet „Essen teilen“. Seit drei Jahren ist Lea Rudolph bei Foodsharing dabei. Sie und alle anderen Mitglieder wollen verhindern, dass Lebensmittel verschwendet werden. Bäckereien, Supermärkte oder Cafés werfen am Ende des Tages Essen oft weg, weil sie es am nächsten Tag nicht mehr verkaufen können. Das Brot oder das Gemüse ist dann den Kunden nicht mehr frisch genug. Mitglieder von Foodsharing holen diese Lebensmittel ab und verteilen sie. Keiner bekommt Geld dafür oder muss etwas zahlen. Auf der Internetseite von Foodsharing kann jeder lesen, wie alles funktioniert.

 

Die meisten Texte in Zeitungen, Zeitschriften, auf Internetseiten oder in Formularen sind auf dem Niveau C1 oder schwerer.

 

Einfache Sprache Schulungen

In den Einfache Sprache Bonn Schulungen lernen die Teilnehmer warum Texte in Einfacher Sprache sehr viel mehr Leser erreichen können als komplizierte Texte. Sie lernen anschließend die Grundlagen der Einfachen Sprache kennen und üben erste Texte in einer vereinfachten Sprache zu verfassen. Schon nach einem Schulungstag sind die Teilnehmer in der Lage, vereinfachte Texte zu schreiben. In den Schulungen sprechen wir auch über Vorurteile: Zum Beispiel, dass Einfache Sprache eine Kindersprache ist. Die Teilnehmer werden ermutigt, vereinfachte Texte zu verfassen und bei Publikumsverkehr auch in einer verständlichen Sprache zu sprechen.

Für die Schulungen kommen erfahrene Referenten in Ihre Behörde, Ihre Institution, Ihren Betrieb oder Verein.

 

Bei einem gut übersetztem Text in Einfache Sprache gehen keine Inhalte verloren. Der Text wird sprachlich vereinfacht, nicht inhaltlich.

 

Kontakt

Schreiben Sie uns oder rufen Sie an: Constanze Lopez mail@einfachesprachebonn.de +49 (0) 17--=[NOT_FOR_COPY_OR_BOTS]=--1 - 93 2--=[NOT_FOR_COPY_OR_BOTS]=--0 314

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